Chúc mừng nÄm mới oder Happy Lunar New Year… Willkommen im Jahr der Ratte!

Sorry, meine Lieben, jetzt habe ich wirklich lang nix mehr von mir hören lassen… Ok, soviel ist auch nicht passiert. Hier im „Pool House“ wird es langsam richtig busy, vor allem jetzt gerade über Tet, dem vietnamesischen Neujahrsfest.

Aber von Anfang an. Mein letzter Eintrag war ja Ende November, die Wochen danach waren eigentlich relativ ereignislos – das übliche halt, viel arbeiten, die Sonne und den Strand genießen, gut essen und mit Freunden abhängen… Am 18.12. habe ich mich dann auf in die „alte Heimat“ gemacht. Zuerst ging es von hier mit Nachmittagsbus nach Saigon. Dort habe ich mich mit meinem Bekannten Brendan, dem irischen Barmusiker, getroffen und ihm noch bei einem Gig im „Lela“ zugehört. Gegen 2 gings dann zum Airport, eingecheckt und dann noch 2 Stunden in einer ruhigen Ecke gepennt. Um 5 am ging dann der Flieger – zuerst nach Bejing, dort 2 Stunden Umsteigezeit und dann ab Richtung Frankfurt. Dort wurde ich dann von Britta, meiner ehemaligen Kollegin erwartet, die mich abgeholt und gut auf den Dilsberg gebracht hat. Danke Britta nochmal für den Pickupservice❤️

Auf dem Berg angekommen konnte ich endlich nach über einem Jahr meine Mama wieder in die Arme schließen. Noch kurz was gegessen (endlich mal wieder „Quellmänner mit weißem Käse“) und dann totmüde ins Bett. Am nächsten Morgen war ich dann um 6 schon hellwach und habe mich aufgemacht um in der Eiseskälte frische Brötchen zu kaufen. Irgendwie war es schon komisch, wieder durch Dilsberg zu laufen – einerseits vertraut, andererseits komplett fremd;-) Und nach 10 Minuten war ich halb erfroren…

Und ab dann ging der große Wiedersehens-Marathon los… Ich habe versucht, soviele meiner Leute zu treffen und obwohl jeder selbst mit Feiertagsvorbereitungen beschäftigt war, haben die meisten für mich Zeit gefunden. Hat mich sehr gefreut, euch alle wiederzusehen!!! Ich werde jetzt nicht alle Namen aufzählen, das wäre dann doch etwas lang;-)


Weihnachten war etwas ruhiger dann, Mama war in Urlaub und so waren Alex und ich an Heiligabend bei unserem Onkel eingeladen. Gemütliche Stunden bei lecker Gänsebraten!

Zwischen den Jahren hab ich dann noch Besuch von Raffa bekommen, einem meiner Mates aus Coffs Harbour, Australia. Er arbeitet mittlerweile in der Schweiz, war aber ebenfalls auf Heimaturlaub – in Frankreich – und ist für 3 Tage zu mir gekommen. Wer weiß, wann wir nochmal zur gleichen Zeit auf demselben Kontinent sind;-) Raffa, thanks for great time, great chats, nice to see you again, hope we can repeat this one day. Maybe in Vietnam!

Kurz vor Silvester gings dann ab nach Kassel, dort habe ich dann 3 Tage bei Alex und Heiko verbracht und wir sind gemeinsam mit Bekannten  ganz gechillt beim „Wintergrillen“ (ohne Feuerkorb hätte ich es nicht überlebt…) ins neue Jahr gerutscht.

Wieder auf dem Dilsberg hatte ich noch 3 Tage, bevor es wieder zurück ging. Leider hat mich am letzten Tag vorm Abflug doch noch die Kälte erwischt und ich bin mit einer fetten Erkältung in den Flieger gestiegen. Das war leider nicht so angenehm. Als ich irgendwann mal so einen Hustenanfall gehabt habe, dass ich dachte ich verrecke, musste ich aufstehen, da es für meine Sitznachbarn nicht so angenehm war. Ich stand also mit hochrotem Kopf, Tränen in den Augen, hinten im Flieger rum, als die Stewardess vorbeikam und mich fragte, ob alles in Ordnung sei. Ich hab ihr dann zwischen Hustern erklärt, was los ist und schwupp, hatte ich ein Upgrade in die erste Klasse, die fast leer war. Dort konnte ich also fast 8 Stunden vor mich hinleiden und hab von einem chinesischen Mitpassagier sogar noch eine Erkältungspille bekommen, die mich dann für ca. 6 Stunden wie ein Baby schlafen ließ;-) Dann kam das Umsteigen in Bejing, diesmal hatte ich knapp 8 Stunden Aufenthalt und der Plan war, Tagesvisum holen und rein in die Stadt. Allerdings hatten wir knapp 1 Stunde Verspätung und bis ich meine Fingerabdrücke abgeliefert hatte, das Visum im Pass hatte und endlich draußen stand, waren es nur noch 5 Stunden. Das war mir dann doch etwas zu knapp und da es draußen auch fucking cold war, bin ich direkt wieder rein;-) Immerhin habe ich jetzt einen Stempel mehr im Pass und kann sagen, dass ich mal 5 Minuten in China war;-) Im Flughafen hab ich mir dann eine ruhige Ecke gesucht, mich in meine geklauten Flugzeugdecken eingewickelt und fast 4 Stunden gepennt. Dann noch mal 5 Stunden im Flieger und endlich war ich fast wieder daheim. Am Saigon Airport stand dann auch schon mein privat Taxi-Driver bereit (hab ich mir mal gegönnt) und hat mich die letzten 200 km nach Mui Ne gebracht. Um 6 am war ich dann endlich in meinem Bett – total kaputt, aber happy wieder back zu sein!

Am nächsten Tag stand dann erst mal großes Wiedersehen auf dem Programm, aber auch eine schlechte Nachricht: 2 Tage vorher hatte Sam, mein Bekannter vom „Bay“, dem australischen Guesthouse, in dem ich schon öfters geholfen habe, hatte einen schweren Bike-Unfall – Oberschenkel gebrochen… Er lag für 10 Tage in Saigon im Hospital. Hier läuft es so ab, dass das Hospital nur die medizinische Pflege übernimmt, den Rest übernehmen die Angehörigen – es sei denn, man zahlt ein paar Millionen Dong mehr. Das hieß also, dass Karen, seine Frau, die ganze Zeit über mit ihm in Saigon war. Damit sie das Guesthouse nicht schließen mussten, sind wir, die Mui Ne Expat-Community, eingesprungen und haben die Shifts unter uns aufgeteilt… Mein Job, neben meinem Mainjob im Pool House und meinen Pub-Shifts war, das ganz zu koordinieren. Also gleich wieder voll eingespannt;-) Deswegen auch jetzt erst mein Blogeintrag… Mittlerweile ist Sam wieder zu hause, kann schon wieder etwas an Krücken humpeln und Karen braucht nicht mehr soviel Hilfe im „Bay“. 2 Shifts pro Woche mache ich trotzdem noch, zusätzlich zu meinem Main-Job im Pool House und meinen Shifts im Irish Pub. Also busy ohne Ende… Trotzdem genieße ich jeden Tag… Und es findet sich immer noch Zeit um ein bisl mit Freunden im Irish Pub die Nacht zum Tag zu machen oder mal kurz im Beachclub zu verschnaufen;-)

Letztes Wochenende hat auch das vietnamesische Neujahrsfest angefangen und am Freitag nacht wurde kräftig im „Dragon Beach“, dem angesagtesten Beach-Club here, reingefeiert. Ich glaube, ich war um 5 am irgendwann im Bett… Tet, wie es here heißt, ist eine crazy Zeit, alle Hotels und Guesthouses ausgebucht, abartiger Verkehr den ganzen Tag und die Restaurants sowie die BoKes (Seafood-places) sind überfüllt. Gleichzeitig haben aber viele Shops geschlossen und wir mussten fürs Pool House viel auf Vorrat kaufen – und das zu überteuerten Preisen. Aber hat sich gelohnt – wir waren jeden Abend voll… Also das „Pool House“, natürlich nicht wir;-)

Unser Team hat sich, während ich in Germany war, auch um noch ein Kitten erweitert – Quanito (former known as Pippi). Sie kam eines Nachts in den Irish Pub geschlendert und hatte das als ihr neues Heim auserkoren. Da Robin and meine Freundin Lotta aber fanden, sie ist zu jung um den ganzen Tag im Pub rumzuhängen, haben sie sie kurzer Hand mit ins Pool House genommen. Jetzt habe ich also zwei crazy Cats. Nachos war zuerst sehr skeptisch, hat die Kleine aber nach ein paar Tagen akzeptiert. Und wer jetzt bei uns das sagen hat, ist wohl klar. Nachos jedenfalls nicht mehr;-) Die beiden sind ein Herz und eine Seele, manchmal sieht man garnicht, wo eine Katze aufhört und die andere anfängt. Es kommt natürlich manchmal zu kleineren Kabbelleien unter Schwestern, vor allem wenn es ums kuscheln mit Mummy geht. Da reagiert Nachos ziemlich eifersüchtig, weshalb Quanita eher ein Papa-Kind ist. Beide sind auf jeden Fall bei unseren Guests sehr beliebt – unsere erste Bewertung auf AirBnB lautet auch: They have cute kittens running around the pool;-) Mehr Fotos von den beiden Bitches gibt´s im Photo-Album „Annette – New life in Vietnam“, auch von unserem Pool House…

In ca. 2 Wochen, wenn die Tet-Saison vorbei ist und es bei uns etwas ruhiger wird, muss ich mir mal für 2 Tage eine kurze Auszeit von allem nehmen. Alleine für diesen Eintrag habe ich jetzt fast 4 Tage gebraucht… Da ich jetzt mehr oder weniger ein geregeltes Leben führe und es nicht mehr so viel Spannendes und Neues zu erzählen gibt, werde ich den Blog zwar weiter am Leben erhalten, allerdings nicht mehr so regelmäßig posten. Gerne könnt ihr mir aber weiterhin Kommentare hinterlassen oder mich direkt unter annette-unterwegs@web.de anschreiben. Natürlich werde ich immer mal wieder ein Update posten, was hier so läuft…

So long
Annette

PS: Die Corona-Virus-Panik hat jetzt auch Vietnam erreicht und wir hatten schon die ersten Cancellations from Europe. Es laufen noch mehr Vietnamesen als sonst mit einem Mundschutz rum und vor einem Hostel hier steht sogar ein Schild: No Chinese. Unser Bargirl Duyen weigert sich unsere chinesischen Guests zu bedienen und einige unserer Freunde, die auf dem Rückflug waren, sind kurze Zeit in Shanghei und Bejing gestrandet. Uns geht es aber allen gut und das wird hoffentlich auch so bleiben!

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